Mandat

Moin,

im Februar 2020 haben die Hamburger*innen entschieden, wer sie die nächsten fünf Jahre in der Bürgerschaft vertritt und wie Hamburgs Zukunft gestaltet wird. Ich darf daran als Abgeordnete und Mitglied der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion mitarbeiten.

Einen Fokus meiner politischen Arbeit lege ich momentan auf den Kampf gegen soziale Ungleichheit und Ausbeutung sowie den Einsatz für Antifaschismus und Erinnerungsarbeit. Außerdem ist mir wichtig queer-feministisch und klimagerecht zu handeln sowie Bündnisarbeit und solidarische Politik – für Harburg und Hamburg – zu machen.

Credit: Michael Zapf / Hamburgische Bürgerschaft

Direkt zu Beginn der Legislaturperiode waren wir mitten im bundesweiten Lockdown wegen der Corona-Pandemie. Ich habe mich dabei für eine sozial-gerechte und wissenschaftsgeleitete Pandemiepolitik eingesetzt. Mein Engagement gilt auch insbesondere einem bundesweiten Tarifvertrag für studentische Beschäftigte, die Einrichtung studentischer Personalräte in Hamburg und sowie Entfristungen für Stellen unterhalb der Professur (so genannter Mittelbau). Darüber hinaus setze ich mich für die Förderung des Studierendenwerks und kritische Wissenschaften ein. Dazu gehört auch Verantwortung für Hamburgs (post)koloniales Erbe zu übernehmen und die Erforschung zu fördern. Ein weiteres Herzensanliegen ist es, gemeinsam mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft, das Wissenschaftssystem im Sinne Bildung für nachhaltige Entwicklung zu transformieren. Über alle Themenfelder setze ich mich politisch leidenschaftlich für Queerfeminismus, Klimagerechtigkeit und Antifaschismus ein.

Juni 2020 bis April 2023 war ich von der grünen Bürgerschaftsfraktion als Fachsprecherin für Wissenschaft und Hochschule gewählt. Ich war Juni 2020 bis April 2023 Obfrau, Vollmitglied und Schriftführerin im Wissenschaftsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss.

Aus diesen Funktionen wurde ich von meiner Fraktion abgewählt nachdem ich aus Gewissensgründen abweichend von der Koalitionslinie für die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Aufklärung des NSU-Terrors in Hamburg und weiterer rechter Verflechtungen gestimmt habe. Parlamentarische Aufklärung ist notwendig, um auch aktuelle Entwicklungen in den Blick zu nehmen und dabei einen besonderen Fokus auf die Kontinuitäten und Verflechtungen von Hamburgs rechter Szene seit mindestens den 70ern zu legen. Es gibt in Hamburg bundesweite Nazikader, bekannterweise rechten Terror seit den 70ern, institutionellen Rassismus sowie eine NSU-Aufklärung, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Was heute öffentlich ist, wurde zum Großteil zivilgesellschaftlich aufgearbeitet. Die Fragen liegen auf dem Tisch – die Antworten in nicht öffentlichen, hoffentlich noch nicht geschredderten Akten sowie bei Zeug*innen. Es gibt ein politisches Instrument, das Zeugenvorladungen, Zeugenaussagen und Einsicht in nicht öffentliche Akten ermöglicht: Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA). Dies haben wir GRÜNE 2015, 2020 und 2023 versucht und konnten unseren Koalitionspartner nicht überzeugen. Es ist 2023 gelungen die NSU-Akten von 1992 bis 2011, die noch nicht vernichtet wurden, zu schützen sowie eine wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung auf den Weg zu bringen. Diese Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung rechter Netzwerke und kein Ersatz für einen PUA. Beispielsweise muss Vorladen möglich sein, da nicht alle potenziellen Zeug*innen von sich aus reden werden. Ich konnte und kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, den Antrag der Linksfraktion abzulehnen, solange wir keinen alternativen Weg für ernsthafte Aufklärung finden

Seit Juni 2020 und auch weiterhin bin ich stellvertretendes Mitglied im Schul- und Kulturausschuss. Seit September 2024 bin ich zudem Vollmitglied im Verkehrsausschuss. Oktober 2024 musste ich meine stellvertretendes Mitgliedschaft im Auschuss für Gleichstellung und Antidiskriminierung beenden, da der Grünen Fraktion ein Sitz verloren ging. Außerdem bin ich Mitglied im Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg, Delegierte in der BAG Wissenschaft, Hochschule, Technologiepolitik BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und mache solidarische Politik sowie Bündnisarbeit in und für Harburg.

Beiträge zu meinem Mandat

Auf dieser Seite findest du Reden von mir verlinkt sowie etliche der Anträge, die ich wesentlich mit verhandelt habe, geschrieben oder durch interne Diskussionen in der Fraktion mitgestaltet habe. Außerdem findest du hier Beiträge, die ich für meine Website im Laufe der Legislatur geschrieben habe.

  • Liefern am Limit

    Lieferando will mindestens 2.000 Beschäftigte entlassen, in Hamburg mit über 500 Mitarbeiter*innen direkt der ganze Standort. Und das passiert nicht etwa, weil Menschen weniger Pizza, Burger und co. bestellen, sondern die Arbeit wird ausgelagert an Subunternehmen. Darüber gibt es Berichte über Ausbeutung inklusive: Unterlaufen des Mindestlohns, Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit. Deshalb haben wir auf meine Initiative…

  • Finanzielle Situation von Studierenden in der COVID-19-Pandemie

    Das Problem Viele Studierende sind durch die Pandemie bzw. die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht mehr in der Lage, ihrem Nebenverdienst beispielsweise in der Gastronomie nachzukommen oder verlieren sogar ihren Job. Laut einer aktuellen Umfrage sind das 40%. Dies ist auch so, wenn sie eine Förderung nach dem Bundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung…

  • Erste Rede: Es kommt darauf an Wissenschaft und Solidarität miteinander zu verbinden

    Hier geht es zur ganzen Debatte der Hamburgischen Bürgerschaft am 02. September 2020: https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/22/9/#top-3113

  • COVID-19-Krise: solidarische & innovative Semester

    Die Herausforderungen die #COVID19-Pandemie gemeinsam durchzustehen und danach eine gerechtere – und nicht noch ungerechtere – Gesellschaft geschaffen zu haben sind riesig. Viele in der (Hochschul-)Politik arbeiten auf Hochdruck daran Entlastungen zu schaffen und so viele langfristige negative Auswirkungen wie möglich zu vermeiden. Die Behörde für Wissenschaft Forschung und Gleichstellung hat zusammen mit dem Studierendenwerk…

  • Gewählt!

    Vielen, vielen Dank für euer Interesse, Vertrauen, Stimmen, Kritik, Hinweise und Unterstützung!! Ab dem 18.03. darf ich Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft für die 22. Legislaturperiode sein. Das ist so krass! Und nur möglich dank 2960 Personenstimmen und dem guten grünen Ergebnis – Danke für alles, alles was du dazu beigetragen hast. Ich freu mich sehr…

  • Feministische Wissenschaftspolitik – Ein Debattenbeitrag von Paulina Spiess und Miriam Block

    Wir wollen die Entwicklung einer feministischen Wissenschaftspolitik der GRÜNEN mit diesem Debattenbeitrag anstoßen. Sie ist mehr als „mehr Frauen in die Wissenschaft“. Sie betrachtet Machtverhältnisse in der Wissenschaft sowie Gesellschaft insgesamt. Sie hat einen Blick für verschiedene Diskriminierungsformen und tritt ein für einen Feminismus, der alle Frauen meint. Auf weitere Debattenbeiträge hoffen wir und freuen…